Und wie im Film sind die kleinen Nager nicht ganz ohne Michief. Eifrig Nüsse sammeln und einen Wintervorrat anlegen, das war mal früher zu Kolonialzeiten und ist vielleicht noch im antiquierten Europa bei den Eichhörnchen an der Tagesordnung, aber das moderne kanadische Eichhörnchen hat schon längst die Vorzüge der Konsumgesellschaft erkannnt. Wozu mühsam suchen und sammeln, was der Mensch freundlicherweise schon an bestimmten Orten (Mülleimer :-))für das Eichhörnchen bereitlegt. Man muss nur noch in den Mülleimer krabbeln oder die Müllsäcke durchsuchen, und schon warten die schönsten Leckereien auf einen (Pommes, Obst, Brot,...).
Auch an die sogenannten Gefahren der Großstadt haben die Eichhörnchen sich angepasst. Oder besser noch, hier wurde ebenfalls von Menschenhand vorgesort. Im Gegensatz zu ihrem europäischen Verwandten, scheinen die Eichhörnchen sich der Straßenverkehrsregeln bewusst. Bei der großen Anzahl an Eichhörnchen ist es erstaunlich wie wenige überfahren werden. Das könnte aber auch daran liegen, dass hier ein eigenes Verkehrsnetz für Eichhörnchen besteht. Über die oberirdischen Stromleitungen (!) und Bäume kann man ohne Gefahren Straßen uberqueren.
Und mit der Zeit wurden die anbegorenen Fluchtinstinkte des Landeichhörnchens ebenfalls abgelegt um sich ganz als Großstadteichnörnchen zu etablieren. Von Menschenscheuheit kann keine Rede mehr sein und im Park findet man sich oft fast Auge und Auge mit einem Eichhörnchen auf dem Rasen oder Baum. Bringt man dann auch noch etwas zu essen mit, dann krabbeln die Eichhörnchen auch gerne mal an den Beinen hoch!! (Nein, wirklich, das habe ich eigenhändig beobachtet. Wo wir in Deutschland Enten fürttern gehen, gehen hier die Kinder Eichhörnchen füttern.)
Als Folge dieses paradiesischen Lebensstils, wächst und gedeiht die Eichhörnchenpopulation. Und was in Europa die Tauben sind, Plagegeist Nr. 1 der Städte, sind hier die Eichörnchen geworden.
Im Winter laufen A-Hörnchen und B-Hörnchen mit ihren Neckereien nämlich auf Hochtouren. Gerne verkricht man sich mal unter eine Motorhaube um den frostigen Temperaturen zu entkommen. Auch unter dem Dach machen es sich die beiden gerne gemütlich.
Allerdings hat dieser moderne Lebenstil auch die üblichen Nachteile: Dank der kalorienreichen Nahrung (Mc Donald und co. :-))sind die kanadischen Verwandten unserer Eichhörnchen viel dicker und größer. Auch die Färbung ist nicht ganz so hübsch wie die unserer zierlichen athletischen Eichhörnchen.
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