Man könnte ja fast meinen Canada und Deutschland sind gar nicht so verschieden, immerhin sind beides zwei Industrieländer. Aber je länger man in einem Land lebt, fallen einem seltsame Gegebenheiten auf. Für einige gibt es Erklärungen für andere nicht ;-)
Was in Deutschland der Fussball ist, ist hier das Eishockey. Das weiss man ja bekanntlich. Momentan fiebert ganz Montréal mit der Eishockey-Mannschaft mit, die es wiedererwartend ins Viertelfinale des Stanley-Cups für Nordamerika geschafft hat. Letzen Montag war hier nach dem Spiel sage und schreibe die Hölle lost. In den Straßen wurde gefeiert und später eskalierte das ganze. Autos wurden angezündet und die Polizei musste einschreiten. Na ja, halt so wie der Fussball bei uns. Und aufgepasst ihr Mädels, genauso wie man die deutschen Männer nicht vom Fernseher wegbekommt, wenn Fussball gespielt wird, genauso bekommt man die kanadischen Männer nicht vom Fernseher wenn Eishockey gespielt wird ;-)
Eine weitere Besonderheit ist dass man an der Bushaltestelle ganz brav eine Schlange bildet und wartet. Nichts da von drängeln und schubsen. Daran kann man auch die Neuankömmlinge von den Einheimischen unterscheiden. Als ich am Freitag mal wieder zur Einwanderungsbehörde musste, warteten alle in einer Art Schlange. Kaum wurden Nummern verteilt, drängelte alles drauf los um möglichst shcnell eine zu bekommen. Die müssen noch ein bisschen das Schlange stehen üben ;-) Drängelt man sich vor, wird das hier nämlich gar nicht gern gesehen.
Auch beim Einkaufen, muss man sich erstmal an die vielen neuen Produkte und Marken gewöhnen. Und an die anderen Preise: Milch- und Käseprodukte sind doppelt und dreifach so teuer wie in Deutschland. Ausserdem gibt es hier etliche Sorten von Milch, so dass man immer ratlos vor dem Regal steht. Milch mit 1%, 2,5%, 3%, 5% Fettgehalt, "skimmed", "creamed", "whipped" etc.
Hinter ein Rätsel bin ich aber noch nicht gekommen: Warum um alles in der Welt, hat mein Mitbewohner eine Antennenanlage in unserem Tiefkühlschrank!?!
Vielleicht erfahre ich die Lösung ja noch, wenn ich mich mehr eingelebt habe. Bis dahin darf sich jeder an der Lösung des Rätsels beteiligen.
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